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Internationale Aktionstage zur WTO-Ministerkonferenz in Cancun
Aktion in Lüneburg am 13.09.03
Der Termin war gut gewählt. Samstagvormittag in Lüneburgs Fußgängerzone. Der Altweibersommer
kündigt sich mit strahlendem Sonnenschein an und verlockt viele zu einem Bummel durch die Straßen
und Geschäfte. In der Bäckerstraße hört man auf einmal lautes Rufen. Begriffe wie "Schutz der Vielfalt",
"Tauschwirtschaft" und "Nahrungssicherung" fallen. Von der anderen Seite der Straße schallt es zurück:"Liberalisierung", "freie Märkte", "Auslandsinvestitionen". So tönt es im Wechsel hin und her. Zwei Personen fallen auf. In einen leuchtend roten Sari gekleidet vertritt eine "indische Reisbäuerin" lautstark die Interessen der Kleinbauern in der Dritten Welt. Ihr Gegenspieler auf der anderen Seite der Straße fällt durch seinen weiten weißen Umhang auf, der mit großen roten Worten beschriftet ist. "WTO" fällt zunächst ins Auge.
Die AkteurInnen sind Mitglieder der "AG Globalisierung und Ökologie" bei attac Lüneburg. Die AG hat diese Aktion anlässlich der internationalen Aktionstage zur WTO-Ministerkonferenz
in Cancun vorbereitet. Dargestellt werden Betroffene der WTO-Politik. Neben der "Reisbäuerin" und dem Darsteller der WTO tritt auch noch ein "Dr. Mosanto" als Lobbyist multinationaler Konzerne in Erscheinung. Der laute Wortwechsel endet in der sichtbaren Vereinnahmung der Reisbäuerin unter die von den Konzerninteressen beherrschten WTO-Verträge, indem der Darsteller der WTO seinen weißen Umhang über die Reisbäuerin stülpt und beide als große Skulptur inmitten des Stromes der PassantInnen verharren. Dieses Spiel wird in der Straße mehrfach wiederholt. Vorbeigehende horchen auf, halten kurz inne. Manche lassen sich auf ein Gespräch ein. Vielleicht resultiert daraus für manchen eine neue Nachdenklichkeit zu den Problemen der Globalisierung.
Weitere Informationen sind den folgenden Fotos zu entnehmen.
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