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Proteste begleiteten bei Hitzacker den Castortransport

11. November 2003: Etwa 200 AtomkraftgegnerInnen hatten sich an der Landesstraße 231 zwischen Hitzacker und Seerau hinter der Eisenbahnbrücke versammelt, um dort in der Nähe des Bahngleises gegen den Castortransport zu demonstrieren. Das am Bahndamm liegende langgezogene dreieckige Feldstück mit gegenüberliegender Wiese war bereits bei den vergangenen Castortransporten Versammlungs- und Protestort von AtomkraftgegnerInnen gewesen.

Auf der Wiese stand die von einem Traktor gezogene mobile Kundgebungsbühne. Von dort heizte laute Protestrockmusik den Anwesenden kräftig ein, zu denen auch ein größeres Polizeiaufgebot gehörte, das den Bahndamm sichern sollte. Gelegentlich wurde per Lautsprecher der Aufenthalt des Castortransportes bekannt gegeben. Die Meldung, dass DemonstrantInnen den Zug bei Leitstade zum Stehen gebracht hätten, löste bei den AtomkraftgegnerInnen lauten Jubel und bei der Polizei wohl eher Beklemmung aus. Dementsprechend wurde dort die Stimmung auch nervöser, je näher der Zug herankam.

Dessen Nähe wurde durch die herannahende Hubschrauberbegleitung angekündigt. Für die AtomkraftgegnerInnen war dieses das Signal, geschlossen auf das Feld in Richtung Bahndamm zu stürmen. Die Polizei reagierte schnell und riegelt den Bahndamm ab. Auch kam eine Reiterstaffel zur Hilfe. Diese wurde von den Protestierenden mit derart lautem Protest empfangen, dass die Pferde scheuten und die Reiter Mühe hatten, sie zu bändigen. Die Polizei versuchte vergeblich, die DemonstrantInnen vom Feld zu drängen. Dabei kam es zu Rangeleien. Als der Castorzug auf dem hochgelegenen und gut abgeriegelten Bahndamm sichtbar wurde, wurde er von lautstarkem Protest empfangen. Zur gleichen Zeit wurde von dem Lautsprecher bekanntgegeben, dass die Polizei vorhatte, einen PKW am Straßenrand zu entfernen. Daraufhin strömten die DemonstrantInnen zur Straße zurück, um die Polizei daran zu hindern. Es kam zu einer Straßenbesetzung, welche die Polizei daran hinderte, mit ihren Fahrzeugen dem Castortransport zu folgen. Die Polizei drohte damit, die Straße mit Zwangsmaßnahmen, d.h. Schlagstockeinsatz zu räumen. Darauf kam es zu einer verbalen und körperlichen Konfrontation, die sich dann aber wieder auflöste, weil die Polizei vermutlich angesichts der Pressepräsenz auf eine Zwangsräumung verzichtete und drei Konfliktmanager erfolgreich ins Rennen schickte.

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