fotografie / presse-archiv

Obdachlose Pinguine in Lüneburg am 17.03.07

Klagende Pinguine erregten zur besten Einkaufszeit am Samstagmittag in der Innenstadt Lüneburgs einiges Aufsehen. Mit Rufen wie „Mein Lieblingseisberg schmilzt!“ und „Mir ist sooo heiß!“ lenkten sie die Aufmerksamkeit auf ein Thema, das zur Zeit medienpräsent ist und viele Menschen bewegt, nämlich den Klimawandel und seine Folgen. PassantInnen blieben stehen und nahmen Informationsbroschüren der Pinguine entgegen. Etliche fragten nach Sinn und Zweck der Aktion und ließen sich auf ein Gespräch ein. Besonders Kinder hatten Freude an den Pinguinen und veranlassten ihre Eltern zum Stehenbleiben. Ein Passant spendete sogar ein Eis für die unter der Hitze leidenden Pinguine.

Durchgeführt wurde diese Aktion von der lüneburger Arbeitsgemeinschaft der Greenpeace-Jugend. Diese hatte auch einen Informationsstand aufgebaut, der zeitweise rege frequentiert wurde.

Ein Interview mit Greenpeace-Aktivist Tobias Jefimow:

Tobias, wie alt bist du, gehst du noch zur Schule und warum engagierst du dich?

Ich bin 13 Jahre alt, gehe auf die Hauptschule Kaltenmoor und bin in der 7. Klasse. Ich engagiere mich, weil es mich interessiert und weil ich es wunderbar finde, mich für die Umwelt einzusetzen.

Leitest du die Greenpeace-Gruppe?

Nein, ich leite sie nicht. Ich bin nur der Pressesprecher.

Das ist ja eine sehr anspruchsvolle Aufgabe.

Ja, das ist auch ein bisschen anstrengend, aber sonst hatten wir niemanden gefunden.

Hast du in deiner Schule Unterstützung und Hilfe?

Manchmal ja und manchmal nein. Das ist immer unterschiedlich.

Wie viele Mitglieder hat die Greenpeace-Jugendgruppe in Lüneburg?

Das ist unterschiedlich, das sind zwischen zehn und zwanzig Leute.

Wofür engagiert ihr euch?

Wir engagieren uns hier in Lüneburg und engagieren uns für verschiedene Sachen, immer was neues Thema ist.

Nennst du ein paar Beispiele.

Jetzt im Moment Klimawandel und dann auch noch G8 und dann hatten wir uns auch noch gegen Walfang engagiert.

Wart ihr auch bei Castorprotesten dabei?

Ja, das machen wir auf Privatnamen, das machen wir nicht auf Greenpeace.

Was ist das besondere an eurer Pinguin-Aktion?

Damit wollen wir die Leute überzeugen, dass sie wenig Auto fahren und auch mal zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren

Habt ihr diese Aktion zum ersten Mal laufen?

Ja, das ist jetzt unsere erste Aktion und wir wollen halt gucken, wie das ist. Und wenn das gut gelungen ist, dann machen wir noch eine Aktion.

Soll das dann die gleiche Aktion sein?

Ja, ein bisschen besser dann oder ein bisschen anders.

Wie sind eure Erfahrungen bis zu diesem Zeitpunkt?

Bis zu diesem Zeitpunkt sind sie eigentlich ganz gut so.

Ich danke dir für das Interview, Tobias.

©Interview und Fotos: subkontur, 17. März 2007



Obdachlose Pinguine
1 Klagende Greenpeace-Pinguine
Obdachlose Pinguine
2 Suche Platz zum Aussterben.
Obdachlose Pinguine
3 Weitere sinnfällige Klagen
Obdachlose Pinguine
4 Klimakollaps in der Bäckerstraße
Obdachlose Pinguine
5 Informationsgespräch
Obdachlose Pinguine
6 Vor dem Informationsstand
Obdachlose Pinguine
7 Interessiertes Publikum
Obdachlose Pinguine
8 Frontal gegen den Fußgängerstrom
Obdachlose Pinguine
9 Ein spendiertes Eis lindert die Hitzenot der beiden Pinguine.
Obdachlose Pinguine
10 Pressesprecher Tobias Jefimow gab das Interview.


Zur STARTSEITE