Anti-Atom-Demonstration in Gorleben

Für Samstag, den 01.09.07 hatte die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg zu einem langen Protestwochenende aufgerufen. Da in diesem Jahr kein Castortransport stattfindet, sollte der Widerstand vor dem Hintergrund der ungelösten Endlagerfrage mobilisiert werden. Hierzu haben sich die Initiativen an den vier Atomlagerstandorten zusammengeschlossen. Sie wollen zukünftig wegen der völlig ungelösten Atommüllentsorgung gemeinsam an den verschiedenen Standorten demonstrieren.

Ungefähr 1200 Menschen waren trotz des nicht gerade einladenden Wetters dem Aufruf gefolgt und sie bekamen ein reichhaltiges Informations- und Kulturprogramm geboten. So wurde in Kundgebungen darauf hingewiesen, dass es wegen der katastrophalen Erfahrungen aus den Endlagerstandorten Schacht Konrad, Asse II und Morsleben völlig unverantwortlich sei, weiterhin Atommüll zu produzieren.

Darüber hinaus wies Jochen Stay darauf hin, dass jeder politisch tätig werden könne, der Atommüllproduktion ein Ende zu setzen, indem er einfach den Stromanbieter wechsle. Er rief zu Stromwechselparties auf und stellte die Frage, wann wohl des erste Dorf im LK Lüchow-Dannenberg atomstromfrei sein werde. Willem Wittstamm versprach diesem Dorf einen kostenlosen Zauberabend. Ferner verwies Jan Becker vom Aktionsbündnis Brunsbüttel mit einem Beispiel darauf hin, dass nach den Störfällen in den AKWs Brunsbüttel und Krümmel mehr als 50000 Stromkunden den Stromanbieter Vattenfall verlassen haben. Diesbezüglich sind weitere Aufklärungsaktionen u.a. in Hamburg geplant.

Da der 1. September auch bundesweiter Anti-Kriegs-Tag ist, wies Dr. Winfrid Eisenberg vom IPPNW am Beispiel des Irans auf den Zusammenhang zwischen der zivilen und der militärischen Nutzung der Atomenergie hin.

Ein weiterer Schwerpunkt des Tages war der Generations Move, initiiert von Willem Wittstamm. Ein großer Staffelstab, der den Atomwiderstand symbolisieren soll, wurde von Marianne Fritzen, der "Mutter des Atomwiderstandes", an die dritte Generation übergeben. Mit dieser Aktion kam treffend zum Ausdruck, dass es im wendländischen Atomwiderstand keine Vergreisung gibt, weil die Jungen ganz selbstverständlich in den aktiven Widerstand hineinwachsen.

Ansonsten wurde an diesem Tag nach guter Tradition ein reichhaltiges kulturell-musikalisches und informatives Programm geboten. Natürlich war auch für Speise und Trank gesorgt.

Die nachfolgenden Fotos geben einen kleinen Ausschnitt aus den vielfältigen Angeboten dieses gelungenen Tages wieder.

Text und Fotos: Gisela und Joachim Petersen

 
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Die Initiativen der vier Atomlagerstandorte wollen gemeinsam Widerstand leisten.

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Demonstrationszug von Gedelitz zum Zwischenlager Gorleben.

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Der Bühnenwagen, immer im Demozug dabei.

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Ermutigung, den Stromanbieter zu wechseln.

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Das Demomobil von Contratom. Diese Gruppe demonstriert intensiv für die sofortige Abschaltung der maroden Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel. Sie initiiert auch Aktionen gegen deren Betreiber Vattenfall: So sollen in Hamburg durch Aufklärung BürgerInnen überzeugt werden, vom Atomstromanbieter Vattenfall zu einem Ökostromanbieter zu wechseln.

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Das Demomobil von Contratom.
Hanna Poddig von ROBIN WOOD bekämpft einen "Störfall im AKW Brunsbüttel".

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Vergeblich, die entweichende "Radioaktivität" lässt sich nicht zurückhalten.

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Der "GAU" ist nicht zu stoppen. Hanna Poddig wendet sich ohnmächtig ab.

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Motor ausgestellt: Jürgen Fahrenkrug von Contratom legt sich kräftig ins Zeug.

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Trommler und Trommelgruppen geben dem Widerstand Schwung.

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"Gorleben brennt uns unter den Nägeln" - Diese Transparente mit unterschiedlichen Motiven sind überall im Wendland verteilt.

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Entschlossener Widerstand.

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Kräftiger Applaus für die Redebeiträge der Kundgebung.

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In den Fußstapfen ihres Vaters. Lola Wittstamm begeistert mit einem umgetexteten Schlager von Trude Herr ("Ich will keine Schokolade ..."). Sie wird von ihrer Schwester am Keyboard begleitet.

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"Der Staffelstab wird weitergegeben. Eine Vision wird Wirklichkeit." Willem Wittstamm startet den Generations Move. Marianne Fritzen, die Mutter des wendländischen Atomwiderstandes gibt den symbolischen Staffelstab des Widerstandes an die dritte Generation, hier Bettina Drengemann, weiter.

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Marianne Fritzen, die Mutter des wendländischen Atomwiderstandes gibt den symbolischen Staffelstab des Widerstandes an die dritte Generation, hier Bettina Drengemann, weiter.

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Auch die Kleinen tragen freudestrahlend den Stab.

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Auch Zoe und Kim brennt Gorleben unter den Nägeln.

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Immer wieder wird der Staffelstab weitergegeben.

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Fester Bestandteil von Protestaktionen ist die Clowns Army.

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Protest in luftiger Höhe: Karsten Hilsen (ROBIN WOOD) und die französische Anti-Atom-Aktivistin Cécile Lecomte auf dem Hochseil.

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Protest in luftiger Höhe: Am Hochseil hängt Cécile Lecomte als Widerstands-X.

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Das Salinas-Zelt als Ort für Informations- und Kulturangebote.

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Aufklärungsarbeit vor Informationstafeln.

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Kultur im Salinas-Zelt: Yunnagruen Underground Tango.

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Kultur im Salinas-Zelt: Jung und alt vereint im Kiliano-Generationenchor.

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Das Stelzen Aktions Theater "Markant" bringt mit ihrer pantomimischen Darbietung "Time on Earth" die Zuschauer zum Nachdenken.

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Das Stelzen Aktions Theater "Markant" bringt mit ihrer pantomimischen Darbietung "Time on Earth" die Zuschauer zum Nachdenken.

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Musikhören geht auch anders: Eine komplette große Musikanlage, ausschließlich gespeist aus Solarenergie.

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Umweltgerecht und kinderfreundlich: das Kindertaxi.

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Hier haben alle ihren Spaß.

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Generation "Zukunft".

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Schon mal die Blockade üben.

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Die "Schrotttrommler" aus Lüneburg heizen kräftig ein.

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Die "Schrotttrommler" aus Lüneburg heizen kräftig ein.

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Die BI Lüchow-Dannenberg hat für ein reichhaltiges musikalisches Programm gesorgt. Die Gruppe "Beelzebub Airlines" aus Oldenburg eröffnet den musikalischen Abend auf der Bühne. Im Verlauf des weiteren Abends werden noch weitere Bands spielen.

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"Beelzebub Airlines": Nico ? Saxophon.
Im Hintergrund Gerhard Severin am Keyboard.

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"Beelzebub Airlines": Tom Howard Gitarre.

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"Beelzebub Airlines": Andreas Schneider Bass.

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"Beelzebub Airlines": Der Magier am Schlagzeug heißt Wolfgang Nowack.

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Kletterübung. Im Hingergrund entsteht gerade ein Anti-Kriegs-Plakat.

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Anti-Kriegs-Plakat

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Ingbert Petersen