Beeindruckende Renaissance der Anti-Atom-Bewegung

Am 8. November war wieder einmal der Fokus des öffentlichen Interesses auf den kleinen Ort Gorleben im Wendland gerichtet. Unter dem Motto „Ran an die Atomanlagen – Gorleben vermASSEln!“ hatte die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg zu einer großen Protestdemonstration vor dem Zwischenlager für abgebrannte Kernbrennstäbe in Gorleben aufgerufen.

Viele Protestgruppen und Organisationen hatten sich dem Aufruf angeschlossen und ihrerseits Menschen dazu aufgerufen, nach Gorleben zu kommen. Die Erwartungen an ein kraftvolles Wiederaufleben der Anti-Atom-Bewegung waren im Vorfeld der Demonstration sehr hoch gesteckt, gab und gibt es doch Gründe genug, sozusagen „auf die Barrikaden zu gehen“: das Desaster bei der Atommülllagerung im Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel, welches auch einem Endlager im Salzstock Gorleben drohen könnte, ferner die von den Atomstromkonzernen betriebene Verschleppung der endgültigen Abschaltung ihrer älteren Atomkraftwerke. Deren Betreiber hegen unverhohlen die Hoffnung, eine mögliche schwarzgelbe Regierung könne nach der Bundestagwahl 2009 den Atomkonsens kippen, was nach den öffentlichen Äußerungen von Politikern aus den Reihen der CDU/CSU durchaus zutreffen könnte.

Daher rechneten alle beteiligten Gruppen mit einem großen Zulauf von Menschen, die sichtbar und hörbar gegen die weitere Nutzung der Atomkraft eintreten. Groß war also die Spannung gegen Samstagmittag in Gorleben, als immer mehr TeilnehmerInnen eintrafen, emsig gezählt wurde, beeindruckende Zahlen aus dem Lautsprecher kamen und von den Anwesenden mit Begeisterung aufenommen wurden. Schließlich war eine magische Zahl erreicht: 16000 DemonstrantInnen hatten sich in Gorleben versammelt, genau so viele wie am 12. März 1977, als die gleiche Zahl an Menschen im Wendland bei gegen das von der niedersächsischen Landesregierung geplante Nukleare Entsorgungszentrum demonstrierten. Welche eine beeindruckende Renaissance der Anti-Atom-Bewegung nach Jahren der Stagnation!

Dementsprechend war die Stimmung im Hoch und selbst das sonst eher trübe Novemberwetter bildete mit zeitweisem Sonnenschein und milden Temperaturen einen passenden Rahmen. Und so wurde dieser Tag für alle Anwesenden zu einem beeindruckenden Ereignis, fokloristisch farbenfroh, mit vielen kulturellen Darbietungen und beeindruckenden Redebeiträgen.

 
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Die Redebeiträge sind zu finden in der Gorlebenrundschau.

X-tausendmal quer blockiert mit 1200 Menschen die Zufahrt zum Atomzwischenlager Gorleben (68 Fotos)

Für Presse- und Dokumentationszwecke können die Fotos in höherer Auflösung bei uns angefragt werden.

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Ingbert Petersen