„Krümmel bleibt aus“ - Widerstand gegen geplante Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Krümmel

Atomkraftgegner wollen mit verschiedenen Protestaktionen verhindern, dass der „Pannenreaktor“ Krümmel wieder ans Netz geht. Das AKW war nach einem Brand des Transformatorengebäudes seit dem 28. Juni 2007 vom Netz genommen worden. Bei den Reparaturarbeiten wurden zahlreiche weitere Mängel deutlich und mussten behoben werden. Mit über 300 meldepflichtigen Störereignissen gilt der Meiler als einer der unsichersten in Deutschland. Ferner sind seit 1989 in einem Umkreis von fünf Kilometern um das AKW 19 Kinder und Jugendliche an Leukämie erkrankt, was als weltweit höchste Leukämierate gilt.

Den Auftakt der Proteste bildete bildete eine Demonstration vor dem AKW Krümmel anlässlich eines „Bürgerdialogs“am 04. Juni 2009, zu dem der AKW-Betreiber Vattenfall ausgewählte politische Funktionsträger aus der Region in das Informationszentrum geladen hatte. Die Presse und auch Kritiker hatten keinen Zugang zu der von Sicherheitsleuten und der Polizei abgeschirmten Veranstaltung, auf der Vattenfall über den Stand der Reparaturarbeiten und über den Zusammenhang zwischen der Kinderkrebsstudie und dem Reaktor berichten wollte. Zu diesem Zwecke hatte Vattenfall Dr. Kaatsch aus Mainz, einen Mitautor der Studie, eingeladen, der als Atomkraftbefürworter gilt. Deshalb befürchteten die Atomkraftgegner, dass dem Reaktor auf dem „Bürgerdialog“ ein „Persilschein“ der Unbedenklichkeit ausgestellt werden sollte.

Ungefähr zwanzig AtomkraftgegnerInnen hatten sich mit Transparenten vor dem Eingang zum Informationszentrum positioniert, welches die geladenen Gäste in ihren Autos passieren mussten. Während des kurzen Halts – die Gäste mussten sich mit ihrer Einladung ausweisen – wurden ihnen von den Demonstranten atomkritische Aufklärungsblätter überreicht.

Für den Fall, dass die schleswig-holsteinische Atomaufsichtsbehörde das Wiederanfahren des Atommeilers genehmigt, haben Atomkraftgegner für den Freitag vor dem Neustart eine große „Krümmel-Blockade“ angkündigt, zu der bereits über 600 Menschen im Internet ihre Teilnahme angekündigt haben.

Weitere Informationen ausgestrahlt
und bei contratom

 
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Ingbert Petersen