"Atomlügen auffliegen lassen" - Ballon-Aktion vor dem AKW Krümmel am 26.06.2010

Heißer Sommer für die Bundesregierung
Es ist schon zum Erbarmen mit dieser Bundesregierung: Da will sie das Fussball-WM-Fieber und die Ferienzeit nutzen, um nach langer Zeit der Verunsicherung, des Zögerns und Aufschiebens, verursacht durch die nicht enden wollenden Proteste der Anti-AKW-Bewegung, endlich möglichst unbemerkt eine Verlängerung der Laufzeiten von AKWs zu beschließen, da kündigt ihr der Atomwiderstand einen heißen Sommer an nach dem Motto: Wir bleiben in der Öffentlichkeit präsent und zeigen auf vielfältige und kreative Weise weiterhin unseren entschiedenen Widerstand.

Eine dieser öffentlichen und sehr medienwirksamen Aktionen war die Ballon-Aktion vor dem AKW Krümmel, die von Campact durchgeführt wurde: 13000 Luftballons, in lange transparente Plastikschläuche gezwängt, bildeten zunächst vor dem AKW ein riesiges Radioaktivitätszeichen. Anschließend wurden die schwarz-gelben Ballons in einem Massenstart fliegen gelassen und mit dem Wind quasi als "radioaktive Wolke" über die Lande verteilt, genau so, wie es mit einer radioaktiven Wolke nach einem Reaktorunfall oder einem Terroranschlag geschähe.

Mit dieser Aktion, an der bei strahlendem Sonnenschein hunderte von AtomkraftgegenerInnen beteiligt waren, sollte in Erinnerung gerufen werden, dass Atomkraftwerke tödliche Nachbarn sind, von denen tagtäglich ein Risiko ausgeht. So ging auch Christoph Bautz, Campact-Geschäftsführer, in seiner mit kräftigem Beifall bedachten Rede mit der Bundesregierung und auch mit dem Krümmelbetreiber Vattenfall hart ins Gericht.

An jedem der gestarteten Luftballons hängt eine Postkarte, auf der die Finder des Ballons aufgefordert werden, Campact den Fundort mitzuteilen. Die Koordinaten werden auf eine interaktive Karte im Internet übertragen, so dass die Fundorte und damit ein mögliches Gefährdungsgebiet dargestellt wird:

Die Durchführung der Ballon-Aktion war im Detail durchgeplant und im ihrem Ablauf so perfekt organisiert, dass es für die anwesenden Presseleute eine wahre Freude war, dieses Ereignis zu dokumentieren und via Medien in die Republik zu transportieren, hoffentlich sehr zur Irritation von Merkel, Mappus, Röttgen und Co..

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Ingbert Petersen