Rekord-Protest in Deutschland - Mahnwache auch in Lüneburg

Als Reaktion auf die atomare Katastrophe in Japan haben Atomkraftgegner über eine große Mobilisierungsaktion im Internet innerhalb von 48 Stunden in vielen Städten und Gemeinden Mahnwachen für den heutigen Tag angekündigt.

Eine derartig schnelle und umfangreiche Mobilisierung habe es noch nie gegeben, so Jochen Stay von .ausgestrahlt. Das zeige, wie groß die Betroffenheit über die Ereignisse in Japan sei und worauf sich die Bundesregierung einstellen müsse, wenn sie am Weiterbetrieb der Atomkraftwerke festhalte. Bundeskanzlerin Merkel mache sich absolut unglaubwürdig, wenn sie behaupte, die deutschen Reaktoren seien absolut sicher und im gleichen Atemzug eine Überprüfung ankündige, ob Nachrüstungsbedarf bestehe. "Merkel muss sich entscheiden: Bleibt sie Kanzlerin der Konzerne oder ist sie dem Wohl der Bevölkerung verpflichtet", so Stay. Immer mehr Menschen seien nicht länger bereit, das Risko der Atomtechnologie hinzunehmen, nur damit Eon, RWE, Vattenfall und EnBW weiter Milliardengewinne einfahren könnten.

In Lüneburg versammelten sich vor dem Gebäude der Industrie- und Handelskammer Am Sande etwa 400 Atomkraftgegner/innen zu einer sehr beeindruckenden Mahnwache. In den Redebeiträgen kamen tiefe Betroffenheit und Mitgefühl mit den Menschen in Japan zum Ausdruck, aber auch Empörung und Wut über die selbstherrliche und verlogene Atompolitik der Bundesregierung. Sie trafen genau die Befindlichkeit und Stimmung der Anwesenden. Auf der Website des Lüneburger Bündnisses gegen Atom (LAgA) werden diese sehr lesenswerten Redebeiträge dokumentiert.

Wie .ausgestrahlt am Abend mitteilte, nahmen über 110000 Menschen in 450 Städten an der Montagsmahnwache teil und führten damit die durchsichtige Moratoriumstrategie der Bundesregierung ad absurdum. "Die Bevölkerung nimmt ihr nicht ab, dass sie es in punkto Sicherheit ernst meint. Denn nur ein stillgelegtes AKW ist ein wirklich sicheres AKW. Wir brauchen keine Verschiebung der Laufzeitverlängerung bis nach den Landtagswahlen, sondern einen echten und schnellen Atomausstieg. Wenn dieser nicht konsequent umgesetzt wird, werden die Proteste weiter zunehmen", so Jochen Stay.

Daher rufen denn auch verschiedene Organisationen und Verbände sowie Anti-Atom-Initiativen zu zahlreichen Protesten gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke in Deutschland auf. Für Samstag, den 26. März sind Großkundgebungen in mehreren deutschen Großstädten angekündigt. Ein weiterer dezentraler Aktionstag soll am 9. April stattfinden. Ein ganz besonderer Termin ist der 25. April (Ostermontag). An diesem Tag jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 25. Male. So wird es an 13 Atomkraftwerken und Atommüll-Standorten Großdemonstrationen geben.

 
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Ingbert Petersen