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Treffpunkt - Globalisierung
Ein alternativer Stadtrundgang in Lüneburg am 24.06.03


Nr. 4
© Gisela und Joachim Petersen, subkontur

Handeln für die Zukunft der Schöpfung
Treffpunkt: St. Marien-Kirche

"Der verantwortliche Umgang mit Energie ist praktizierter Schöpfungsglaube". Von dieser Überzeugung geleitet, hat die katholische St. Marien Kirchengemeinde Lüneburg mit Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt eine Photovoltaikanlage errichtet.

Heiner Tschochohei erläuterte Entstehung und Leistung der Solaranlage auch in Bezug auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Auf einer an der Hauswand außen angebrachten Meßstation ist die laufend gewonnene Strommenge aus Sonnennergie ablesbar. Die Anlage sei ein überzeugendes Beispiel dafür, wie sinnvoll und effektiv dezentrale regenerative Energieversorgung sein könne und wie hier im Sinne einer global lebenswerten Zukunft mitgedacht und mitgestaltet werde. Ferner kam der Referent auf die Liberalisierung des Strommarktes zu sprechen. Das Stromnetz sei wie ein riesiger See, in den alle Stromerzeuger ihren Strom vom Atomstrom bis zum Solarstrom einspeisen würden. Bezüglich seiner Erzeugung sei dieser Strom dann nicht mehr unterscheidbar. Allerdings könne der Stromkunde auf die Herkunft seines Stromes Einfluss nehmen, indem er einen Anbieter wähle, der seinen Strom aus regenerativen Quellen erzeuge. Ihrer Verantwortung für die Umwelt könnten die Menschen außerdem gerecht werden, indem sie in ihren Orten über die lokale Agenda 21 Einfluss darauf nehmen, dass im Zusammenhang mit dem Energieverbrauch möglichst wenig Kohlenstoffdioxid als Treibhausgas erzeugt werde.
Stadtrundgang

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