Bundesweit „mal richtig abschalten“ - ein Bericht aus München
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 29. August 2010 um 16:41 Uhr Geschrieben von: Ingbert Petersen Samstag, den 21. August 2010 um 11:13 Uhr
Unter dem Motto „Mal richtig abschalten“ haben heute bundesweit AtomkraftgegnerInnen die Bundestagsabgeordneten von CDU/CSU und FDP aufgefordert, sich gegen die Regierungspläne für längere Laufzeiten für Atomkraftwerke zu stellen. Die Aktion fand in mehr als 40 Städten zeitgleich statt. Aufgerufen hatte das Kampagnennetzwerk Campact.
Startpunkt der Aktion in München war der Sendlinger Torplatz. Bis um 11 Uhr hatten sich etwa 90 Menschen versammelt, doch ihre Zahl wuchs stetig weiter an - auf ca. 180 gegen Ende der Aktion. Mit Liegestühlen, Badetüchern, Isomatten und Sonnenschirmen machten sich die versammelten Menschen es bequem, unterhielten sich, lasen Zeitung - und schalteten auf diese Weise mal richtig ab. Michaela Weiß, Pressekontakt vor Ort: "Wir schalten heute mal richtig ab - und fordern Dr. Hans-Peter Uhl auf, es uns gleich zu tun und die Risikotechnologie Atomkraft endlich abzuschalten." Uhl müsse sich in Berlin gegen die Regierungspläne stellen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. Die Menschen aus seinem Wahlkreis seien gegen Technologien, mit denen fatale Unfallrisiken, tödlicher Atommüll und die Blockade des Ausbaus erneuerbarer Energien verbunden sei. "Längere Laufzeiten wollen nur die Atomkonzerne, denen immense Zusatzprofite winken", so Weis. Die Redebeiträge am Start- und am Endpunkt lieferten Informationen zu den erneuerbaren Energien und betonten zudem die Machbarkeit der Umstellung auf die erneuerbaren Energien, wie sie jetzt gesetzlich festgeschrieben sei, unter Hinweis auf die derzeitigen Exportüberschüsse auf dem Energiemarkt.
Nach einer gemütlichen Zeit des Abschaltens standen die Teilnehmenden, deren Zahl bis dahin auf ca. 180 angestiegen war, auf, entfalteten Plakate mit der Aufschrift "Dr. Hans-Peter Uhl: Atomkraft abschalten!" und zogen zum einige hundert Meter entfernten Rindermarkt, wo sie sich wiederum niederließen und erneut abschalteten. Ab 12 Uhr begann die Veranstaltung langsam, sich aufzulösen, viele Teilnehmende blieben jedoch noch deutlich länger, genossen das Wetter und machten weiterhin mit Plakaten, aber auch im Gespräch mit PassantInnen auf ihr Anliegen aufmerksam.




