"Wir rüsten ab!" - Blitzartige Demontage des AKW Brunsbüttel

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Demontage des AKW Brunsbüttel

In einer blitzartigen Aktion "Wir rüsten ab!" hat der schwedische Staatskonzern Vattenfall das Atomkraftwerk Brunsbüttel demontiert. Lediglich ein Teil des hohen Kamins, ursprünglich eingerüstet für Sanierungsarbeiten, blieb vor Ort. Er wurde mit Hilfe eines Spezialkrans auf ein Fundament vor dem AKW abgesetzt, um künftig Touristen als Aussichtsturm mit Blick auf die Unterelbe zu dienen.

 

Diese Aktion kommt nicht so ganz überraschend, hatten doch die deutschen Atomkraftwerksbetreiber ohnehin kürzlich einmütig bekundet, Atomkraftwerke abschalten zu wollen. Neu ist allerdings das Tempo, mit dem Vattenfall den Ausstieg umsetzen will. Hintergrund ist die Tatsache, dass der Konzern schon seit längerer Zeit plante, in Deutschland aus dem Geschäft mit Kern- und Kohlekraftwerken aussteigen zu wollen. Die deutsche Konzerntochter sei ein Verlustgeschäft, die Pannen in den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel verschlängen große Summen an Geld, so der schwedische Umweltminister Andreas Carlgren von der Zentrumspartei in der Stockholmer Dagens Nyheter.

Diese Gelder könne man besser für ein künftiges Hightechunternehmen "Zukunftsenergie AG" einsetzen, mit dem sich Schweden an die Spitze zukunftsträchtiger Energiekonzepte setzen könne. Zudem seien die unflexiblen Atomkraftwerke  entbehrlich, so dass diese schnell abgeschaltet werden könnten. Auch fehle in der deutschen aber auch schwedischen Bevölkerung die Akzeptanz für die Atomenergie und in Deutschland sei der Ruf Vattenfalls auf Grund einer verfehlten Pannen-Informationspolitik ohnehin sehr schlecht, so Carlgren.

Öffentlich vorher angekündigt wurde die überraschende Aktion in Deutschland nicht. Man wolle Fakten sprechen lassen, so Carlgren. So ist durchaus anzunehmen, dass ähnliches in nächster Zeit auch am Atomkraftwerk Krümmel zu beobachten sein wird.

Man darf davon ausgehen, dass der überraschende Vorstoß Vattenfalls für einen endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie auch Thema bei den Energiegesprächen der Bundeskanzlerin und ihres Umweltministers mit den Vorstandsvorsitzenden der Energiekonzerne EON und RWE im Atomkraftwerk Emsland war, über das allerdings aus guten Gründen Stillschweigen vereinbart wurde.  Wer weiß, was sich demnächst an anderen Atommeilern in Deutschland überraschenderweise ereignen wird?!

Atomkraftwerk Brunsbüttel

Das war einmal - Danke und Tschüss Vattenfall!

 

Schön wär's!

Aber leider gilt:

Atomausstieg ist Handarbeit