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© Gisela und Joachim Petersen
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Sülfmeisterfestlich gegen Atomkraft

Die Sonne strahlte, als am Sonntag, den 3. Oktober 108 Gruppen mit insgesamt 1800 TeilnehmerInnen in einem Festumzug anläßlich der 2. Lüneburger Sülfmeistertage in einer farbenfrohen Prozession Bräuche der Lüneburger Region repräsentierten. Tausende Zuschauer säumten die Straßen in der Innenstadt. Zu den Bräuchen der Region gehöre auch der Widerstand gegen die alljährlich stattfindenden Castortransporte ins atomare Zwischenlager nach Gorleben, müssen sich vier AtomkraftgegnerInnen wohl gedacht haben, und so reihten sie sich einfach als 109. Gruppe in mittelalterliche Tracht gekleidet in den Umzug ein. Der Erfolg gab ihnen recht: Sie erregten mit Kleidung, Transparent und vor allem dem "Tod" als überraschendem Blickfang Aufmerksamkeit und bekamen häufig - wie auch die anderen Gruppen - den Beifall der Zuschauer. Natürlich wurde Aufklärung betrieben, indem kleine Handzettel verteilt und wohlwollend aufgenommen wurden. Der "Tod" verstreute "strahlendes" Konfetti ins und übers Publikum, kleine farbige quadratische Zettelchen mit dem Strahlensymbol darauf. Auf dem Platz Am Sande angekommen, bekamen die Vier per Lautsprecher die freundliche Aufmerksamkeit der Moderatoren von Radio ZuSA, welche sich sogar nach dem Termin für den nächsten Castortransport im November erkundigten.

P.S. In der Montagsausgabe der "Landeszeitung" wurde ausführlich mit vielen Fotos über den Festumzug berichtet. Der originellen Einlage der Vier wurde darin allerdings keinerlei Beachtung geschenkt ...

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