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Gedenken an Sébastien Briat in Lüneburg

Ungefähr 30 AtomkraftgegnerInnen versammelten sich am 07.11.07 vor dem Bahnhof Lüneburg, um des Todes von Sébastien Briat zu gedenken, der am 07.11.04 in Frankreich während des Castortransportes von La Hague nach Gorleben ums Leben kam, als der Atommüllzug ihn überrollte.

Cécile (Foto 2), eine junge Atomkraftgegnerin aus Frankreich, erinnerte - wie bereits in den Jahren zuvor - in bewegenden Worten an das damalige tragische Geschehen. Sie selbst hatte mit einer Gruppe den Castorzug bei Laneuveville ca. 2 Stunden lang aufgehalten, etwa 70 km von Avricourt entfernt, wo ungefähr eine Stunde nach Weiterfahrt des Zuges Sébastien tödlich verunglückte.

Sébastien gehörte zu einer Gruppe erfahrener Atomkraftgegner. Sie wollten den Castorzug aufhalten, indem sie sich an den Schienen festketteten. Als sich der Zug mit hoher Geschwindigkeit näherte, wollte Sébastien, der nicht angekettet war, die Gleise verlassen. Dabei wurde er vom Zug erfasst und tödlich verletzt.
Normalerweise wird die Strecke bei solchen Transporten von einem Hubschrauber abgeflogen, der Hindernisse erkennen und den Lokführer rechtzeitig warnen kann. Dieser Hubschrauber war zu der fraglichen Zeit beim Auftanken. Deshalb hätte der Lokführer die Geschwindigkeit des Zuges von 99 km/h auf 40 km/h verringern müssen, was er aber nicht tat. So traf der Zug die Gruppe völlig überraschend, und es kam zu dem tragischen Unfall.

Sébastien war ein lebensfroher Mensch, der aus innerer Überzeugung gegen die Atomkraft und für das Leben kämpfte. Daher wird er in der Erinnerung und in den Herzen derjenigen lebendig bleiben, welche die gleichen Ziele wie er verfolgen. Davon hat auch diese Mahnwache wieder gezeugt.


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